Anreizmechanismen und Informationssysteme bei mehrdimensionalem Aufgabenspektrum - eine Analyse unter Berücksichtigung knapper Arbeitszeit von Managern

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/68107
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-681079
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-9526
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2016
Sprache: Deutsch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Wirtschaftswissenschaften
Gutachter: Schöndube, Jens Robert (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2015-09-15
DDC-Klassifikation: 330 - Wirtschaft
Schlagworte: Anreiz , Informationssystem , Arbeitszeit
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Das Tätigkeitsspektrum von Managern ist durch eine Vielzahl von Aufgaben gekennzeichnet. Die Manager verfügen jedoch meist nicht über ausreichend Zeit, um alle Aufgaben bearbeiten zu können. Obwohl den Unternehmen bekannt ist, dass die Arbeitszeit eine knappe Ressource darstellt, wird sie nicht als solche behandelt. Diese fehlende Steuerung des Einsatzes der Arbeitszeit resultiert in Ineffizienzen, die den Unternehmenserfolg mindern. Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Knappheit an Arbeitszeit auf die Entscheidungskalküle der Manager aufzuzeigen und aufbauend hierauf die Wirkungsweise und optimale Ausgestaltung von Anreizmechanismen und Informationssystemen zu untersuchen, wenn sich Manager einem mehrdimensionalen Aufgabenspektrum gegenübersehen. Findet die Anreizsetzung über ein relatives Leistungsturnier statt, tritt ein Interessenkonflikt zwischen dem Unternehmen und den Managern bezüglich der Arbeitszeitallokation auf. Diese Arbeit zeigt, dass durch den Einsatz eines Feedbackmechanismus die Allokation der knappen Arbeitszeit der Manager gesteuert und somit der Interessenkonflikt abgeschwächt werden kann. Bereits vor dem Feedbackzeitpunkt tritt ein signal-jamming Effekt auf, der sich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt. Nach dem Feedbackzeitpunkt tritt zusätzlich ein Informationseffekt auf, der für das Unternehmen vorteilhaft ist, wenn der ex ante Interessenkonflikt ausreichend hoch und die Arbeitszeit ausreichend restriktiv ist. Hierbei hängen die Wirkungsweise und der Wert des Feedbackmechanismus von den Eigenschaften des implementierten Informationssystems und der hiermit generierten Informationen ab. Generiert das Informationssystem mit Sicherheit Informationen, resultiert eine vollständige Offenlegung der Informationen gegenüber den Managern. Ist das Informationssystem hingegen teilweise nicht informativ, kann die Unternehmensführung beobachtete Informationen strategisch zurückhalten. Der hieraus resultierende Vorteil ist jedoch zu gering, um die Nachteile des teilweise nicht informativen Informationssystems auszugleichen, sodass perfekte Informationssysteme stets bevorzugt werden. Erfolgt die Anreizsetzung über ergebnisabhängige Entlohnungsverträge muss ebenfalls der Knappheitscharakter der Arbeitszeit der Manager bei der Vertragsgestaltung beachtet werden. Diese Arbeit zeigt, dass durch die knappe Arbeitszeit schwächere Anforderungen an die verwendeten Performancemaße bezüglich ihrer Kongruenz zum Unternehmenserfolg resultieren. Die hieraus entstehenden Vorteile können die Nachteile aus der geringeren Gesamtarbeitszeit übersteigen, sodass ein höherer Unternehmenserfolg erzielt wird als bei unbeschränkter Arbeitszeit der Manager. Die Einbindung geeigneter zusätzlicher Performancemaße kann zudem zu einer weiteren Verbesserung des Unternehmenserfolgs beitragen. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass die in der Realität beobachteten Fehlallokationen der Arbeitszeit auf eine fehlende Berücksichtigung des Knappheitscharakters der Arbeitszeit bei der Ausgestaltung der Anreizmechanismen zurückgeführt werden können. Werden die Anreizmechanismen jedoch in geeigneter Form ausgestaltet und geeignete Informationssysteme eingesetzt, können diese Fehlallokationen abgeschwächt bzw. ganz behoben werden.

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